© Foto: Whitney Bründler
IGZH pflanzt Baum auf städtischem Grund
Für das Baufeld H im Escher-Wyss-Gebiet gibt es seit 15 Jahren einen Gestaltungsplan. Doch die Stadt hat das Areal der ehemaligen Autowaschanlage immer noch nicht entsiegelt. Nun hat die Interessensgemeinschaft Zentrum Hardbrücke (IGZH) in einer Überraschungs-Aktion einen Baum auf städtischem Grund gepflanzt.
Stadt wird eigenen Ansprüchen nicht gerecht
Eigentlich hat die Stadt den Anspruch, vorwärtszumachen mit Massnahmen zugunsten des Stadtklimas. Im neuen Strassenbaumkonzept setzt sie sich ambitionierte Ziele. Dass gerade in Zürich-West dringend mehr Bäume nötig sind, dürfte nach dem Hitzesommer 2026 kaum mehr jemand bezweifeln.
Doch als Eigentümerin wird die Stadt ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Das zeigt das Baufeld H. Seit 15 Jahren steht im dafür geltenden Gestaltungsplan: «Der Raum der Schiffbaustrasse ist zwischen dem Schiffbauplatz und dem Turbinenplatz in seiner vollen Ausdehnung als eine Promenade mit markanten Bäumen auszubilden.» Die privaten Eigentümer haben ihren Teil der Bäume längst gepflanzt. Doch die Stadt Zürich als Eigentümerin des Areals der ehemaligen Autowaschanlage blieb untätig.
Ein Geschenk – und eine Erwartung
Nun hat die IGZH das Heft selbst in die Hand genommen und auf dem städtischen Areal einen japanischen Schnurbaum gepflanzt. «Der Baum ist ein Geschenk. Damit verbunden ist aber eine Erwartung: Die Stadt soll das Areal im Baufeld H endlich wie versprochen entsiegeln», erklärt dazu Thomas Seiz (Stiftungsrat Hamasil Stiftung und Präsident IGZH).
Falls die Liegenschaftenverwaltung bei der Umsetzung Unterstützung benötigt, kann sie im eigenen Haus Hilfe anfordern: Für Private, die Baumpflanzungen oder Begrünungen durchführen wollen, bietet die Stadt kostenlose Beratungen an.