Wie weiter mit den Maag-Hallen?

Der Kampf um die Maag-Hallen geht weiter: Nach dem gescheiterten Rekurs zur Planungszone stellt sich erneut die Frage, wie viel Gestaltungsspielraum Zürich-West noch hat – und für wen hier eigentlich geplant wird.

Ein Schritt nach vorne, einer zurück: Nach dem Etappensieg im Streit um die Schutzwürdigkeit der Maag-Hallen ist nun ein anderer Vorstoss gescheitert: Der Rekurs der Hamasil Stiftung, den die Stadt Zürich im Zusammenhang mit einer Planungszone für das «Maag-Areal Plus» unterstützt hatte, wurde Ende Januar vom kantonalen Baurekursgericht abgewiesen.

Die geplante Planungszone hätte während der Überarbeitung der bestehenden Sonderbauvorschriften von 2004 bauliche Veränderungen verhindert und damit Zeit und rechtliche Sicherheit geschaffen, um eine nachhaltigere Quartierentwicklung zu ermöglichen. Doch die Baudirektion des Kantons hatte dies bereits im Sommer 2025 abgelehnt, in der Folge reichte die Hamasil Stiftung Rekurs ein. Wie wir heute nun wissen leider ohne Erfolg. Das Gericht begründete dies formell damit, dass die Stiftung nicht als einspracheberechtigt gelte.

«Mir war immer klar, dass das heikel ist. Ob wir berechtigt sind oder nicht, ist keine eindeutige Frage. Am Ende ist es ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Zürich und dem Kanton, wir sind nur indirekt betroffen. Wir wollten die Stadt unterstützen.» sagt Thomas Seiz, Vorsitzender der IGZH, im Interview mit tsri.ch.

Für uns steht fest: Dieser Rückschlag zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist, planerische Hebel für eine lebenswerte, vielfältige Entwicklung in einem stark kommerziellen Umfeld einzusetzen. Die Ziele, die schon im Herbst 2025 formuliert wurden – mehr Wohnraum für Familien, weniger sterile Büroflächen und mehr Raum für Kultur und Gewerbe – bleiben aktueller denn je.

Thomas Seiz stellt klar: «Für die letzten Inseln lohnt es sich, zu kämpfen. Und irgendjemand muss die Initiative ergreifen.»

Interview mit tsüri.ch

Der Streit um die Zukunft des Maag-Areals geht weiter. Das kantonale Baurekursgericht ist nicht auf die Einsprache der Hamasil Stiftung eingegangen. Stiftungsrat Thomas Seiz über den Entscheid und den

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